Chinesische Glückssymbole auf deutschem Porzellan
vom 18. Jahrhundert bis heute



1708 gelang es Johann Friedrich Böttger in Dresden, das erste europäische Porzellan herzustellen. 1710 gründete Kurfürst August der Starke von Sachsen eine Porzellanmanufaktur und verlegte sie nach Meissen. Seither ist diese Stadt an der Elbe ein Zentrum der Porzellanerzeugung. Die folgenden Bilder von Porzellanwaren aus Meissen zeigen den Einfluss der chinesischen und japanischen Malerei und von chinesischen Motiven und Symbolen bis heute.

Die Bilder und Erklärungen stammen aus dem Buch von Hans Sonntag, Die Botschaft des Drachens, ostasiatische Glückssymbole auf Meissener Porzellan, Aufnahmen Jürgen Karpinski, Edition Leipzig 1999. Wir danken der Dornier Medienholding Berlin für die Erlaubnis, die Bilder in unserer virtuellen Ausstellung zu zeigen.

 

 

Bambus

Der Bambus, ein Attribut Buddhas, versinnbildlicht den "vollkommenen Menschen", Anmut, Standhaftigkeit im Sturm, Kraft und langes Leben.

Modell: Meissen um 1730, Objekt: 1989

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Bambus, Kiefer, Pflaumenblüte (drei Freunde des Winters)

Die immergrüne Kiefer bedeutet Treue, die Pflaumenblüte weibliche Schönheit und Unberührtheit, Tugend und Mut und den Sieg des Frühlings über den Winter.

Modell: Meissen 1897, Objekt: 1992

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Chrysantheme

Die Chrysantheme, in Ostasien eine hochgeschätzte Blume und in Japan kaiserliches Wappen, bedeutet Bescheidenheit, hohes Alter und drückt die Wehmut des Herbstes aus.

Modell: Meissen 1740, Objekt: 1991

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Drache

Seit ältester Zeit ist der Drache das Wappentier des Kaisers und Sinnbild der männlichen, zeugenden, lichten und aufstrebenden Naturkraft - des Yang. Die Drachen spielen mit einer Perle - ein altes buddhistisches Symbol für Glück.

Modell: Meissen 1745, Objekt: 1955

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Drache

Modell: 1851, Objekt: 1992

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Drache und Wundervogel Feng-huang

Der pfauenähnliche Vogel wurde als Ergänzung zum Drachen das Wappentier der Kaiserin und somit das Zeichen der Weiblichkeit.

Modell: Meissen 1730, Objekt: zwischen 1924 und 1934

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Granatapfel und Pfirsich im "Zwiebelmuster"

Im ostasiatischen Vorbild des "Zwiebelmusters" sind "Die drei gesegneten Früchte" - Pfirsich (Langlebigkeit), Granatapfel (Fruchtbarkeit) und die Citrusfrucht (Buddhazeichen) dargestellt. Da man in Europa die Citrusfrucht nicht erkannte, erhielt sie die Form einer "Zwiebel".

Modell: Meissen um 1730, Objekt: um 1880

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Elster

Die Elster ist ein Freudebringer und kündet eine gute Nachricht oder einen lieben Besuch an

Modell: Meissen 1882, Objekt: 1990

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Kranich

Kranichdarstellungen beinhalten den Hinweis auf ein langes, gesundes, glückliches und würdevolles Lerben.

Modell: Meissen 1897, Objekt: um 1920

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Lotos

Diese Blume versinnbildlicht den Buddhismus und die reine Lehre. Deshalb bildet der Lotos den symbolischen Thron Buddhas.

Modell: Meissen 1730, Objekt: 1992

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Päonie (Pfingstrose)

Die Päonie, die "Kaiserblume", Symbol für das männliche Element innerhalb des Yin-Yang-Prinzips, bringt Ruhm, Liebe und Glück, Reichtum und Jugendlichkeit zum Ausdruck.

Modell: Meissen 1730, Objekt: 1991

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Pfau

Der Pfau verkörpert Unsterblichkeit, Langlebigkeit und Liebe, Würde, hohen Rang und Schönheit.

Modell: Meissen 1730, Objekt: 1922

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Tiger

In China gilt der Tiger als "König der Tiere", als Yang-Tier, und verkörpert Autorität, Mut, Tapferkeit und Wildheit. Daneben Pflaumenblüten als Symbol des weiblichen Prinzips.

Modell: Meissen 1745, Objekt: 1991

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Porzellan mit chinesischen Motiven - heute im Handel
(Wir danken der Firma Oexle, Konstanz)

        

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Ausstellung in der Bibliothek der Fachhochschule Konstanz 2000-2001